AUGUST

 

Grau, teurer Freund ist alle Theorie. Und grün, des Lebens goldener Baum. (Goethe)

August Anfang heiß, Winter lang und weiß---- ( Bauernregel )

Wenn´s heiß ist an Dominikus ( 4. Aug. ) ein strenger Winter folgen muss!

Nebel im August - ein kalter Winter kommen muss!

 

Das Wetter nach dem hundertjährigem Kalender: ab Monatsanfang schwül-warmes Wetter, dann ab 7. Regen bis Mitte des Monats; dann ab dem18. schönes Wetter und zum Schluss ab dem 28. Regen.......; mal sehen


Arbeiten im August :

-Hecken schneiden, verwelkte Blüten bei Rosen und anderen Pflanzen ausschneiden

-Rasen noch einmal düngen, regelmäßig wässern und mähen

-Gemüse regelmäßig wässern

-Stiefmütterchen aussäen, Herbstkrokusse einsetzen--> Zwiebeln gibt es im Shop

-Obstbäume stützen, Himbeeren zurückschneiden, Erdbeeren pflanzen

-Rasen einsäen- Profissaatgut gibt es im Shop

-verblühtes von Rosen  und Stauden und Gehölzen ( Sommerflieder ) abschneiden---> fördert die neue Blütenbildung

- Pflanzzeit für Blumenzwiebeln   ---- große Auswahl bei mir im Partnershop mit Kiepenkerl

- Beerensträucher noch zurückschneiden ( Johannisbeere-Stachelbeere )

- heruntergefallenes Obst und verfaultes Obst an den Trieben entfernen

 

Teichbau

Wasser im Garten bietet eine Oase der Ruhe und Besinnlichkeit. Kleine Wasserspiele, Brunnen und Bachläufe beruhigen (manche sagen auch , diese wirken harntreibend...???), regen aber auch zum Nachdenken an.
Wer die Möglichkeit hat, eine entsprechende Grundstücksgröße und die entsprechenden Bodenverhältnisse (Grundwasserstand, Fels usw. beachten), kann sich auch einen Teich anlegen.

Größe und Form richten sich nach den örtlichen Gegenheiten, Gemeindesatzungen und dem persönlichen Geschmack. Auf jeden Fall sollte der Teich nicht den ganzen Garten einnehmen. Plätze zum verweilen und eine schöne Teichbepflanzunggehören auch dazu.

Viele Gartenzeitschriften vermitteln ihren Lesern, wie einfach es ist, sich einen Teich anzulegen. Die Fotos sehen wunderschön aus. Dabei sollte man nicht vergessen,dass die Teiche schon mehrere Vegetationsperioden hinter sich haben.
Einfache Fehler bei der Planung und Herstellung haben fatale Folgen für Pflegeaufwand, insbesondere der Wasserqualität.

Die Standortwahl ist ein wichtiges Thema. Volle Sonne den ganzen Tag ist genauso schlecht wie Vollschatten. In den Mittagstunden, vor der Sonne geschützt, ansonsten ruhig 5-6 Stunden Sonne am Tag . Unter hohen Bäumen hat man einen starken Blattfall zu bedenken. 
Wenn man nicht den optimalen Standort hat, kann man mit einer fachgerechten Bepflanzung, der Flora und Fauna, am und im Teich, unter die Arme greifen.

Denn Wasserpflanzen stabilisieren mit das biol. Gleichgewicht im Teich. Wasserpflanzen binden Phosphate und Stickstoff. Das sind genau die Nährstoffe, die auch Algen zum Wachstum benötigen.Umso nährstoffarmer das Wasser umso klarer ist es auch.

So, der Standort ist gewählt, jetzt sollte man die Form austecken und die spätere Wasserendhöhe festlegen. Das ist wichtig für die Auskofferungsarbeiten und die ausbildung verschiedener Flachwasserzonen bzw. Sumpfzonen. Eine Schnur, die schon sehr genau
mit einen Nevelliergerät angebracht werden sollte, hilft bei der Messung der Teichtiefe. grundsätzlich ist es so, dass tiefe Teiche eine bessere Wasserqualität versprechen, weil diese, Temperaturschwankungen besser
puffern können. Auch können sich mehr Kleinstlebewesen und Mikroorganismen ansiedeln, die durch ihre Lebensweise das Wasser in einem natürlichen Gleichgewicht halten.
Der Aushuboden wird für die spätere Teichrandgestaltung genutzt oder abgefahren. Am besten ist ein Minibagger. Durch seine Größe und Wendigkeit ist er vielseitig einsetzbar. Der Teichuntergrund sollte gründlich von scharfkantigen Steinen, spitzen Wurzeln o. ä. ausgeharkt werden.


Auskofferung ... ... und Schnurgerüst

Als Sauberkeitsschicht und zur Sicherheit trägt man eine ca. 5 cm starke Sandschicht auf. Damit kann man auch noch das Teichprofil mit seinen verschiedenen Zonen modellieren.
Ein Teichvlies bietet dann die optimale Sicherheit vor späteren Folienbeschädigungen durch den Untergrund. Vlies und auch Foliengröße werden erst ausgerechnet, wenn der Teich in seiner späteren Form fertig ausgekoffert ist. Einfach ein Maßband kreuz und quer durch das Teichprofil legen und
mit der Formel für die Flächenberechnung eines Rechtecks ausgerechnet ( z. B. 12 x 8 m = 96 qm ). Lieber ein wenig mehr bestellen. Übrig bleibende Folie kann man zum flicken benutzen oder andersweitig im Garten einsetzen.
Folie gibt es auf 4, 6 und 8 m breiten Rollen zu kaufen. Auch das sollte man beim auskoffern gleich mit beachten, um ein anflicken zu vermeiden.

Sandbettung ... ... und Teichvlies

 

 

Der Sommer eignet sich am besten für Folienteiche, weil diese bei hohen Temperaturen einfach auszulegen ist. Ich empfehle immer 1 mm starke Folie, weil diese mehr Sicherheit bietet.
Bei größeren Teichen muss man schon zu zweit die Folie auslegen. Falten und Knicke sind nicht zu vermeiden. Vorsichtig in die Ecken und Kanten drücken und dann die Teichsohle mit einem Substrat befüllen. Entweder richtige Teicherde aus dem Fachmarkt, oder nährstoffarme Erde. Zur Not tut es auch einfacher Sand.

Dann kann Wasser eingefüllt werden. Am einfachsten ist natürlich Leitungswasser, am besten wäre Regenwasser. Und nun, wir müssen doch auf Leitungswasser zurückgreifen, welches einen hohen
Phosphatwert hat und dies für die Algenbildung förderlich ist. Mein Partner DISPO hat dazu die besten Tipps und Substrate.
Nebenbei können wir schon mit der Teichgestaltung weitermachen. Hierbei kann man wunderbar regional vorkommende Findlinge und sonstige Steine verwenden.
Die Größen gehen von 200-500 mm, 90-200 mm und von 16-32 mm. Die Großen Steine platziert man zuerst ( immer ein kleines stück Folie unter die Steine legen----> doppelter Schutz ). Dann die eine Nummer kleiner und zum Schluß, um die Folie zu verdecken, kleine Kieselsteine, die man entweder sammelt oder aus dem Kieswerk sich besorgt.

 


Teichfolie verlegen ... ... Findlinge verteilen ... verschiedene Steingrößen einsetzen

 

Nachdem der Teich komplett befüllt ist,wartet man noch ein paar Tage, bis man die überstehende Folie am Rand abschneidet. Man wartet, weil sich die Folie durch den Wasserdruck noch etwas nach unten zieht.
Dann kann endlich bepflanzt werden.


fast fertig ... ... Umrandung gestalten ... Folie abschneiden

 

Gründüngung ( Samen gibt es im Shop)

Vielleicht haben einige von euch auch die Faxen dicke von einigen Pflanzbeeten, Staudenanlagen und Rasenflächen und möchten sich im Herbst etwas neues anlegen. Doch jetzt ist noch nicht die richtige Pflanzzeit, aber der Urlaub ist da und man hat Zeit alles zu entfernen.

Doch was mach ich mit dem kahlen Beet bis zum Herbst. Ich empfehle eine Gründüngung. Man schlägt zwei oder auch mehrere Fliegen mit einer Klappe. Durch den schnellen Wuchs und der reichlichen Blattmasse der Gründüngungspflanzen wird der Boden vor Unkrautwuchs einigermaßen bewahrt und wird mit Humus und Stickstoff angereichert. Außerdem dringen die Wurzeln einiger Pflanzen tief in untere Bodenschichten ein und lockern auch schwere, verdichtete Böden. Gründüngung verbessert die Bodenstruktur, aktiviert das Bodenleben und bildet Dauerhumus. Die Bodenerosion auf abschüssigen und freien Flächen wird eingeschränkt. Die Pflanzen schützen vor zu hoher Verdunstung und dienen vielen nützlichen Insekten als Nahrungsquelle ( Bienenweide ).

Einige Pflanzen ( Leguminosen, z. B. Lupine, Klee usw. ) sind in der Lage, mit Hilfe von im Boden lebenden Bakterien Stickstoff zu binden, der nach dem Absterben der Pflanzen den nächsten zur Verfügung steht.
Der Ölrettich wirkt sogar gegen einige Bodennematoden. Ihr seht also, es ist eine richtige Bodenkur.

Jetzt im August kann man noch gut eine Aussaat vornehmen. Den Boden bereitet man ganz normal wie vor jeder Aussaat vor und sät die Gründüngungspflanzen breitwürfig aus.
Von manchen Pflanzen sind die Samen sehr klein ( Phacelia, der sogenannte Bienenfreund ), so dass man schnell den Blick für schon eingesäte Flächen verliert. Diese Samen sollte man mit Sand vermischen und dann auswerfen.
Hier eignet sich doch besser die Lupine mit größeren Samenkörnern. Die Saat wird leicht eingeharkt und wenn die Flächen etwas feucht gehalten werden, dann sieht man nach ein paar Tagen schon die ersten Keimlinge.

Nach der Blüte, oder vor der Samenbildung werden die oberen Pflanzenteile abgemäht. Dann kann die Blattmasse in den Boden eingearbeitet werden. Am besten geht es mit einer Gartenfräse. Wer keine zur Verfügung hat, kann auch einfach umgraben.
Alle Pflanzen die ich unten aufführe können in jedem Hausgarten eingesetzt werden. Im Nutzgarten sollte man allerdings auf Ölrettich und Gelbsenf verzichten ( Kreuzblüter---> Kohlhernie ).

Blaue Lupine Stickstoffsammler, Tiefwurzler, schöne Blüte, ---->Tipp
Bienenfreund ( Phacelia ) frosthart bis -5°C, Bienenweide, -----> mein Tipp
Ölrettich Tiefwurzler, wirkt gegen Bodennematoden
Gelbsenf schneller Wuchs, viel Blattmasse, wirkt gegen Nematoden
Inkarnatklee Stickstoffsammler, winterhart
Ringelblume wächst auf allen Böden, nicht winterhart, Aussat bis ende August

Weiterhin gibt es Serradella, Esparsette, Wicke, Winterroggen usw.

 

 
 

 

Einige Gründünger helfen auch gegen Bodennematoden.


Pflanze des Monats : "Eisenhut oder Sturmhut"

Es gibt über 60 Aconitum Arten, die bis zu 2 m hoch werden. Die Blüten sind helmartig ( daher der Name ) und die Blätter sind zerschlitzt, gelappt, geteilt
oder was es da noch für Bezeichnungen gibt. Die Blüten werden nur von Hummeln bestäubt. Die Aconiutum Arten enthalten in allen Teilen den Giftstoff Aconitin.
Das meiste befindet sich in den rübenartigen Knollen. Früher wurde es zum töten von Hunden , Katzen und wölfen benutzt.Auch gegen fieberhafte Entzündungen wurde es angewendet.

 

   

 

Deshalb sollte man beim arbeiten mit der Pflanze, insbesondere beim Wurzeln teilen, immer mit Handschuhen arbeiten. Kinder sollten auf die Gefahr hingewiesen werden, oder man verzichtet sicherheitshalber darauf.

Die Blüten erscheinen im Juli und August in dichten Trauben. Aconitum napellus " Gletschereis " ist eine weiße Sorte. Ansonsten blüht der Eisenhut meistens blau, violett aber auch einige Sorten gelb und weiß.

Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Alle Aconitum Sorten lieben einen nährstoffreichen Boden. Sie sind sehr langlebig und winterhart.
Aus einem alten Horst lassen sich durch Teilung mehrere neue Pflanzen gewinnen. In trockenen Sommern sollte er viel gegossen werden.
Der Eisenhut steht unter Naturschutz. Eine Düngung ist zu empfehlen. Organisch ist am besten ( Guano, Hornspäne )
An Gehölzrändern fügt er sich sehr schön ein ,in Verbindung mit silberkerze, Herbstanemone und Astilben. Andere schöne Nachbarpflanzen können Farne sein, Pfingstrosen, Iris und Geißbart.
Der Aconitum carmichaelii-arendsii- blüht noch bis in den Oktober herein.

 


Pflege der Rasenflächen   

Jetzt haben wir noch Zeit um uns mit dem Rasen zubeschäftigen. Bis Mitte September kann noch vertikutiert und Lücken im Rasen können nachgesät werden.
Wenn sehr große Hitze herrscht, sollten wir den Rasen nicht zu kurz mähen, um vor Verdunstung und dem "verbrennen" zu schützen. So um die 5 cm Höhe ist ein gutes Maß.
Auch eine Düngung kann noch durchgeführt werden. Dabei sollte man einige Punkte beachten, um den Rasen nicht zu überdüngen, so dass die Nährstoffe ausgewaschen werden oder der Rasen im Winter Schäden bekommt. Hauptnährstoff ist der Stickstoff. Der Bedarf ist abhängig von der Rasenbelastung, dem Bodenaufbau, die Nährstoffwirkung des liegengebliebenen Schnittguts, usw. 5 - 6 g Stickstoff/qm reichen für einen normal genutzten Rasen aus. Man führt eine sogenannte Erhaltungsdüngung durch, die der Instanthaltung der Fläche dient, einer dichten Grasnarbe und einer satten grünen Farbe.
Es gibt verschiedene Rasendünger, die mal schnell oder auch sehr lang und nachhaltig wirken. Unterteilt werden diese in mineralische Dünger, natürlich organische , synthetisch organische, umhüllte und Flüssigdünger.

Flüssigdünger kommen nur bei akuten Problemen in Betracht und dass auch meistens auf Sportrasenflächen. Umhüllte Dünger wie Osmocote und Plantacote sind sehr teuer, haben aber eine lange Wirkungsdauer. Ein mineralischer Dünger kann Kalkammonsalpeter sein. Er ist schnellwirkend. Das heisst der Stickstoff liegt in einer schnell löslichen Form vor und kann von den Gräsern schnell aufgenommen werden. Er fördert stark das Wachstum, welches aber zu einem hohen Schnittgutanteil führt.

Organische Dünger, z. B. Oscorna Rasaflor, wirken schnell und langanhaltend. Dieser Dünger aktiviert nebenbei das Bodenleben, verdrängt Moos und Unkraut und hat ein auf die Bedürfnisse des Rasens abgstimmtes Nährstoffverhältnis.

Synthetisch organische Dünger, wie Rasenfloranid oder Floranit permanent besitzen eine gute Anfangswirkung, aber geben die Nährstoffe auch über einen langen Zeitraum frei.
Tja, es ist manchmal nicht so einfach sich für einen bestimmten Dünger zu entscheiden. wichtig ist, dass er auf den Nährstoffbedarf des Rasen zugeschnitten sein sollte. Das sieht man anhand der Rasenfläche selbst, oder mit einer Bodenprobe kann man den Nährstoffbedarf feststellen. Durch ein wässern nach dem düngen, kann die Wirkung des Düngers noch erhöht bzw. beschleunigt werden.

Eine ausreichende Düngung ist auch eine wichtige Maßnahme um Kleewuchs im Rasen zu verhindern, denn wenn Klee im Rasen wächst, ist das ein Zeichen für Stickstoffmangel. Auch Rasendünger mit Unkrautvernichter kann man im Handel erwerben.
Bei weiteren Fragen zu diesem Thema meldet euch !!  www.Gartenexperte.de/faq