FEBRUAR

( Taumonat)

Wetter nach dem Hundertjährigen Kalender:( Sonnenjahr)

 bis Mitte des Monats kühles, unbeständiges Wetter, dann Schnee und Kälte bis zum Monatsende

 

Wetterregeln:  

Nasser Februar - nass das ganze Jahr

viel Nebel im Februar, bringt Regen oft im Jahr

Wenn´s im Febr. nicht schneit, schneit es zur Osterzeit; Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind!

 

Kleinkronige Bäume:

Hier mal ein paar kleinkronige Gehölze für kleine Gärten und an Terassen oder Einfahrten.

Alle sind relativ anspruchslos, können auch vom Hobbygärtner geschnitten werden und blühen auch teilweise recht schön:

 

   

 

 

 

 

 

   

 

 

 

Allgemeines:

Am Ende des Monats erwacht, wenn Väterchen Frost es gut mit uns meint, ganz langsam die Natur. Die Sonnenstrahlen werden schon intensiver und die Tage sind bedeutend länger.
Der Gartenfreund wird schon teilweise unruhig und will unbedingt losgärtnern“. Krokusse, Netzblatt-Iris und Schneeglöckchen zeigen sich mit frischem Grün an der Oberfläche. Am wohlsten fühlen sie sich an sonnigen Standorten mit einem guten durchlässigen Boden.

Diese Frühblüher wachsen aus Zwiebeln bzw. Knollen und breiten sich unter günstigen Bedingungen zu richtigen Blütenteppichen aus. Wenn diese im Rasen gesetzt sind, dann dürfen die Blätter nicht beim ersten Mähgang abgeschnitten werden. Bis zum Einziehen bzw. 6 Wochen nach der Blüte muss gewartet werden. Diese Pflanzen nennt man auch Vorfrühlingsboten. Der Vorfrühling ist die erste Jahreszeit nach dem phänologischen Kalender oder auch Naturkalender genannt. Dieser Kalender orientiert sich an der Entwicklung der Natur im Jahresverlauf.

Auch einige Gehölze beginnen unter günstigen Bedingungen mit der Blüte. Dazu zählen unter anderem die Haselnuss (Coryllus avellana) und die Winter-Scheinhasel (Corylopsis pauciflora), die beide gelblich blühen. Auch die Schneeheide zählt zu den frühblühenden Pflanzen. Erica carnea ist ein Zwergstrauch und wird bis zu 30 cm hoch. Nach der Blüte sollte man sie bis in den Vorjahrestrieb zurückgeschnitten werden. Mehr zur Schneeheide ( siehe Dezember ).

Aber Vorsicht, noch ist der Winter nicht vorbei. Wie im letzten Jahr können wir in manchen Regionen noch Schnee und Temperaturen von -10°C bekommen. Deshalb darf der Winterschutz von Stauden, Rosen und Gehölzen noch nicht entfernt werden.

Auch unsere Obstbäume bedürfen noch weiterer Pflege. Lockere Rinde wird mit einer Drahtbürste vorsichtig abgekratzt. Unter der Rinde überwintern Schädlinge, die dadurch entfernt werden. Bei kalten Nächten und an Tagen direkter Sonneneinstrahlung wird die Rinde extremen Belastungen ausgesetzt. Es kann zu Rissen kommen. Deshalb empfiehlt der Gartenexperte einen Weißanstrich aus Kalkmilch oder anderen speziellen Anstrichmitteln. Fruchtmumien an den Zweigen werden entfernt, um eine Neuinfektion mit Pilzkrankheiten zu verhindern.

Bezaubernde Winterbilder entstehen durch wintergrüne Gräser die zierlich aus dem Schnee schauen. Sie sind wie alle wintergrünen Pflanzen empfindlich gegen Wintersonne. Daher sollte der Standort gut ausgesucht sein. Auf halbschattigen Plätzen wachsen Sie am besten. Vermehren kann man Sie durch Teilung, welches im Frühjahr erfolgen sollte.

Hier ein paar Pflanzen: Japan-Segge, Schnee Marbel, Wald-Hainsimse

Pflanze des Monats

           

Die chinesische Zaubernuß ( Hamamelis mollis ) gehört mit zu den schönsten Winterblühern. Sie wächst als trichterförmiger Großstrauch 3 - 5 m hoch. Ab Januar über Februar bis in den März blüht sie sehr reichhaltig und entwickelt dabei einen weitreichenden, intensiven Duft. Allerdings kann es in kalten Wintern auch schon ´mal später losgehen mit der Blüte. Die Zaubernuss ist ein Flachwurzler und verträgt deshalb hacken und graben in unmittelbaren Wurzelbereich überhaupt nicht. Ein sonniger Standort ist mit am besten, weil sie im Schatten oder an der Nordseite am Haus nur sehr spärlich blüht. In trockenen Zeiten sollte man die Pflanze ruhig mal wässern. Ein normaler , humoser Gartenboden bietet ideale Wachstumsbedingungen. Sie wächst langsam.

Neben der Blüte ist die Herbstfärbung ein weiteres Merkmal der Zaubernuss. Ab September leuchten die Blätter in einem herlichen gelbrot-orange.

Praxis im Februar:

- Gartenplan erstellen ( auch Pläne für den Garten ertsellen lassen--- siehe unter Gartenplan )

- Fruchtmumien an Obstbäumen entfernen ( Neuinfektionen )

- Immergrüne an trockenen Tagen auch bei Frost wässern ( Rhododendron )

- Obstbaumschnitt beenden

- Gemüsebeet-Planung

- verschneite Rasenflächen nicht betreten ( Pilzkrankheiten können sich bilden )

- Schnee von Pflanzen abschütteln ( Schneebruchgefahr )

- zugefrorene Teiche mit heißem Wasser stellenweise auftauen ( Sauerstoff für Teichbewohner )

- Umpflanzarbeiten durchführen

- Neubepflanzung

- Kontrolle der Zimmerpflanzen auf Schädlinge ( bei Befall--->Compo, Neudorff , Neem-haltige Produkte)

Gehölzschnitt

Sommerflieder ( Buddleija davidii ) wird erst nach den letzten Starkfrösten zurückgeschnitten. Da brauch man auch nicht zimperlich sein. Ein radikaler Schnitt ist genau richtig, denn die Blüten sitzen an den Trieben, die der Strauch dieses Jahr schiebt.

Gartenhortensien sollten nicht geschnitten werden. Rosen sollte man erst schneiden, wenn die Forsythien blühen. Waldreben ( Clematis ): Ausser Clematis montana und Clematis alpina, die nach der Blüte geschniiten werden, kann man alle anderen Clematis-Sorten jetzt bis auf 20 cm zurückschneiden.

 


Alte und lange nicht geschnittene Sträucher, zu sehen ist ein Sibirischer Hartriegel, werden fachgerecht zurückgeschnitten indem man alte Triebe an der Basis entfernt. Die jungen Triebe können dann hier auch die typische rote Rindenfärbung aufweisen und bei anderen Stäuchern wird das verkahlen verhindert.
Ein Auslichten von alten Trieben, hier bei einer Weigelie, wirkt dem verkahlen im Strauchinneren entgegen. Es kommt wieder mehr Licht zwischen die Triebe und somit wird der Blütenreichtum und der Blattansatz gefördert. Die Höhe des Strauches bleibt und er sieht gepflegt aus.

 

Zwergsträucher, hier eine Japanische Spiere, kann man im Spätwinter total zurückschneiden um eine dicht-buschige Verzweigung und einen reichhaltigen Blütenansatz zu fördern. Dieser Spierensorte wird nur bis 0,4 m hoch und es gibt sie in verschiedenen Sorten. Die Blütenfarben gehen über weiß, rosa und rot.

Das gleiche gilt gilt für die Sommerspieren (Spierea bumalda ). Diese werden etwas höher ( 0,6m ) und wachsen in fast jedem Gartenboden. Einfach sich mit der Schere mal richtig austoben. Man kann nichts verkehrt machen. Es fördert nur den Blütenflor im nächsten Jahr!

Naja, kein Fotoexperte. Wenn Ihr ein paar schöne habt, dann sendet mir doch ein paar!!

Wegebau

Wege sollen verbinden, gestalten, abgrenzen, neugierig machen, vor allem aber funktionell sein. Hauptwege als Hauseingang oder ein stark benutzter Weg sollte schon mind. 1,0 m - 1,20 m breit sein. Einfache Verbindungswege, Schleichwege oder Nebenwege können auch mal nur 60 cm breit sein. Wichtig ist, dass sie ihre Funktion erfüllen, pflegeleicht sind und eine lange Lebensdauer haben.
Materialien gibt es viele Verschiedene. Angefangen über einfache sogenannte wassergebundene Wege aus Kies, Brechsand oder speziellen Produkten, über
gepflasterte Wege aus Betonsteinen und -platten, Natursteinen und Pflasterklinkern bis hin zu naturnahen Wegen aus Rindenmulch und Holzhäcksel.

Gerade Wege ordnen den Garten klar und deutlich, geschwungene Wege gestalten den Garten weicher und verspielter.
Am wichtigsten bei allen Gartenwegen, damit man lange daran sich erfreuen kann, ist der richtige Aufbau der einzelnen Wegeschichten ( Unterbau).
Der Untergrund sollte standfest und nicht aus reinem Lehm oder einem stark bindigen Boden bestehen.
Stark benutzte Wege bekommen als erste Schicht eine sogenannte Frostschutzschicht aus Sand ( ( Körnung 0-8mm ). Sie soll Verhindern, dass es bei starkem Frost zu Hebungen und Setzungen kommt. Dann folgt eine ca.5-10 cm starke Schicht aus Schotter oder Mineralgemisch ( 0-32 mm ). Das ist die sogenannte Tragschicht, die schwere Verkehrslasten aufnehmen und in den Untergrund abführen soll.
Die nächste Schicht ist das sogenannte Feinplanum, auf dem die Pflastersteine oder Klinker verlegt werden.
Diese kann aus Sand (0-2mm , 0-8 mm ) oder Splitt( 0-5 mm, 2-5 mm ) bestehen. Splitt hat den Vorteil, dass die Ameisen das Material nicht durch die Fugen nach oben transportieren können. Ist aber teurer und das Pflaster "schmiegt" sich nicht so gut an.
Die Schicht sollte max. 5 cm stark sein. Die fertige Fläche wird mit "gewaschenem" Sand ( 0-2 mm ,ohne Lehmanteile ) eingeschlemmt und mit einem Flächenrüttler oder Vibrationsplatte abgerüttelt.
Dieser Flächenrüttler sollte eine sogenannte Vulkolanmatte unter die Metallplatte anmontiert bekommen.
Diese soll Beschädigungen an den Steinen oder Platten beim abrütteln verhindern.

 

     

 

Um an den Seiten den Steinen genügend halt zu geben, oder um eine genaue Abgrenzung bei wassergebundenen Wegedecken zu bekommen empfiehlt sich der Einbau von Kantensteinen in Beton. Meist sind es sogenannte Rasenkanten oder Rasenbordsteine ( 20cm x 50 cm ). Die sind für normale Hofflächen und einfache Wege auch vollkommen ausreichend. Bei stark beanspruchten Flächen empfiehlt sich der Einbau von Tiefbord- und Hochbordsteihen.

Bei einfachen, wenig benutzten Wegen, kann die Befestigung auch mit einer einfachen Betonrückenstütze erfolgen.

Rasenkantensteine und andere Betonsteinprodukte gibt es in jedem Baumarkt.

Grundsätzlich sollten die Flächen das anfallende Oberflächenwasser mit einem Gefälle ( mind.2% ) abführen.
Auch die einzelnen Schichten sollten mit diesem Gefälle eingebaut werden. Mit Schnurnägeln oder Holzpflöcken kann man vor den Auskofferungsarbeiten die Wegführung festlegen oder korrigieren.

Material zum einfachen Wegebau:

Schnurnägel; Holzpflöcke
Wasserwaage, Richtscheit, Holzlatte, Abziehrohre
Handstampfer, Vibrationsplatte, Vulkolanmatte
Sand, Splitt, Schotter oder Mineralgemisch

Vibrationsplatte m. Vulkolanmatte kann m. bei HKL mieten

www.Gartenexperte.de/cms/pages/gartenshop.php

 

 Quelle -pixelio.de