JANUAR

Wer eine Stunde glücklich sein will, der trinke !
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate !
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der schaffe sich einen Garten an !!!
(chin. Sprichwort )
Bauerregeln: Achtet drauf ---> zweimal Vollmond im Dezember, es folg ein kalter Januar!!!
Januar warm, Gott erbarm !
Im Jänner werden die Tage länger und der Winter strenger!
Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken!
Wetter nach dem Hundertjährigen Kalender : der Monat beginnt mit Regen und so bleibt es auch bis Mitte Januar und um es zum Schluss zu bringen-->so bleibt es bis Ende Januar
Anm. vom Gartenexperten: Da sich laut hundertj. Kalender das Wetter alle 7 Jahre wiederholt, wird es nach meinen Aufzeichnungen Anfang Januar kalt und erst zur Mitte hin wird es milder und trüb, mal sehen...
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Pflanze des Monats
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Dies ist eine Schönfrucht oder auch Liebesperlenstrauch ( Callicarpa bodinieri ). Sehr dekorativ um diese Jahreszeit und ist einer der schönsten Fruchtschmuck-Sträucher ( lila-violett gefärbte Beeren ). Wächst auf jedem normalen Gartenboden, ist jedoch empfindlich gegenüber Bodenverdichtung, veträgt schlecht die Bodenbearbeitung in Wurzelnähe und ist ein wenig frostgefährdet. Deshalb etwas geschützt pflanzen. 2- 3 m Höhe und bis zu 2m breit
Arbeiten im Januar:
- Obstbaumschnitt ; Kern- und Steinobst schneiden
- Baumschnitt, Strauch- und Gehölzschnitt ( bis -5°C ), unten noch ein paar Tipps
- Hecken, Sträucher und Koniferen von schweren Schneelasten befreien ( Schneebruch )
- Eisdecke bei Gartenteichen offen halten
- bei starkem Frost -------> Rasen nicht betreten ( Absterbeerscheinungen )
-Winterschutz an Stauden oder Rosen kontrollieren
-immergrüne Gehölze wässern ( z.B. Buchs, Bambus, Kirschlorbeer )
-Pflanzarbeiten an frostfreien Tagen durchführen---> kräftig anwässern
-bei Schnee u. Eis---> Vögel füttern, denn sie vertilgen in der Vegetationszeit viele Schadinsekten
- Frostschäden ( Risse ) an Obstgehölzen durch Weißanstrich oder Kalkanstrich verhindern ( Temperaturschwankungen werden ausgeglichen, warme Tage ( Sonne ) - kalte Nächte---> es kann zu Frostschäden kommen)
-Kalkstickstoff gegen Bodenpilze ( Kohlhernie) ausbringen
- Zimmerpflanzen auf Schädlingsbefall kontrollieren ( mit Gelbtafeln gegen Trauermücke und Co vorgehen
- Umpflanzarbeiten durchführen-----> hier mal ein Beispiel mit einem größeren Rhododendron
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gut erhaltene Ballen sind wichtig für ein gutes anwachsen;
große Pflanzen immer mit mehreren Personen bewegen, sonst gibt es schnell mal einen Leistenbruch oder auf Dauer Probleme mit der Bandscheibe, Rückenschmerzen usw.
große Ballen erfordern ein gut doppelt so großes Pflanzloch, Torf mit einmischen und danach kräftig anwässsern,
Bodenhilfstoffe kann man mit einarbeiten ( Bodenaktivator )oder org.Dünger
Immergrüne Gehölze (Rhododendron, Ilex, Buchsbaum usw.) brauchen auch im Winter Wasser. Der Stoffwechsel geht sozusagen weiter. An klaren, sehr kalten Tagen kann beobachten wie bei Rhododendren sich die Blätter regelrecht einrollen. Dies ist keine Krankheit, sondern eine Schutzfunktion. Es wird dadurch die Verdunstung eingeschränkt. Deshalb gilt, an frostfreien Tagen auch diese Pflanzen wässern.
Als andere Pflanze des Monats Januar möchte ich Ihnen den Sibirischen Hartriegel (Cornus alba `Sibirica`) in ein paar kurzen Sätzen vorstellen.:
Bei den meisten Pflanzen finden wir in der Winterzeit kein Blattwerk vor und alle sehen ein wenig gleich aus. Der sibirische Hartriegel dagegen leuchtet mit seiner feuerroten oder auch scharlachroten Rinde sehr schön in die teilweise verschneite Gartenlandschaft hinein. Der Kontrast gegenüber weißen oder hellen Gebäuden ist hervorragend.
Deshalb mein Pflanztipp: immer an einen Standort platzieren, an der die Pflanze im Winter regelrecht ins Auge fällt. Also an einen Ort vor oder zwischen immergrünen Gehölzen, oder am Haus.
Außerdem eignen sich Äste und Zweige sehr gut für Gestecke und als Beiwerk für Blumenstäuße. Dabei sollte man beachten, dass man regelmäßig alte Triebe an der Basis entfernt weil junge, frische Triebe die kräftigsten Farben zeigen.
Hier nun noch ein paar Pflanzenmerkmale :
- Wuchs. 2-3m hoch und 3-4m breit, schnellwüchsig
- Rinde: scharlachrot oder tiefrot bis blutrot, sehr dekorativ
- Blüte: unscheinbar, weiße Dolden im Mai-Juni
- Früchte: weiße Beeren im Oktober
- Blatt: eiförmig, dunkelgrün, rötliche Herbstfärbung
- Standort: sonnig -halbschattig, windresistent, frosthart, etwas trockenheitsempfindlich
- Boden: relativ anspruchslos, bevorzugt frische bis feuchte Böden
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viele Kräuter wie Salbei, Rosmarin, Thymian oder Ysop überleben auch tiefste Temperaturen, natürlich leiden sie auch, aber meistens treiben sie im Frühjahr wieder voll durch, man kann sie auch stark zurückschneiden.
Hier hatte ich - 16°C im Garten und trotzdem überlebte alles!

Was blüht denn jetzt ?:
Auch um diese Jahreszeit gibt es Gehölze und andere Pflanzen, die uns mit Ihrer Blüte erfreuen. Manchmal kommt es auch auf den Standort an, wann die Pflanze blüht. Eine Zaubernuss blüht auch schon mal im Dezember an einer geschützten Stelle.
Hier mal ein paar Pflanzen, die Ihr euch mal merken könnt und bei der Gartengestaltung mit einplant bzw. beim nächsten Besuch im Pflanzencenter einfach kauft.
- Winterjasmin; Kletterstrauch, gelb
- Winterheide; weiß, rosa , rot
- Zaubernuss; gelb, rot-orange
- Mahonia `Winter Sun´
- Christrose
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oben links: Christrose
unten links: Winterjasmin ( Kletterpflanze)
oben rechts: Winter-Duft Schneeball
unten rechts: Zaubernuss
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Tipps für den Baum - und Strauchschnitt:
Starker Rückschnitt führt zu einem starken Neuaustrieb, schwacher Rückschnitt zu schwachen bzw. normalen Neuaustrieb!
Schnittzeiten: Rosen schneiden wenn die Forsythie blüht ; früh blühende Sträucher ( Forsythie, Jasmin ) im Sommer nach der Blüte; Sträucher, die im Sommer blühen ( Schmetterlingsstrauch, Spierstrauch ) im Spätwinter nach den Kahlfrösten zurückschneiden; Großsträucher ( Haselnuß ) im Winter; Magnolien, Rhododendron wenig bis gar nicht schneiden
- Als erstes sollte man saubere, scharfe Sägen und Scheren sich besorgen. Dann kann man unterscheiden zwischen einem einfachen Rückschnitt einzelner Triebe und einem Rückschnitt mit einem kompletten entfernen älterer Triebe an der Basis.
- Abgeschnitten werden---> kranke und abgestorbene Zweige, in den Strauch nach innen hinein wachsende Zweige, sich reibende Zweige und auch mal an der Basis ( am Boden ) ältere Triebe.
- Das einkürzen der verbleibenden Zweige ist nicht immer notwendig, weil einige Sträucher (z. B. Forsythie ) am Holz des vergangenen Jahres blüht. Nur wenn die Zweige zu lang werden , dann weg damit.
- Beim Schnitt die Schere immer vor einer nach außen zeigenden Knospe ansetzen, leicht schräg. Keine" Kleiderhaken" stehenlassen.
- gleichmäßiger Rückschnitt aller Triebe auf die gleiche Höhe, führt zu einem verkahlen im Strauchinnerren, zu Besenwuchs, weniger Blütenreichtum
- geh mal zum Februar, da sind noch ein paar Tipps z. Strauch-u. Gehölzschnitt
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Ps: gegen Marder auf dem Dachboden hilft eine ordentliche Portion Pfeffer
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