JUNI (Rosenmonat) 

 

Junisonne und Juniregen bringen dem ganzen Jahr viel Segen.

Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.

Menschen und Juniwind ändern sich geschwind!

 

Wetter nach dem hundertjährigen Kalender:

Am Anfang noch etwas kühler u. regnerischer dann aber den Rest des Monats heiteres Wetter und warm!

was blüht denn so:

 

Taglilie  
Seifenkraut
   

 

 Was ist zu tun:

- abgetrocknete Rhododendronblüten ausknipsen, braune Knospen entfernen ( Überträger der Pilzkrankheit ist die Rhododendronzikade--->Gelbtafeln aufhängen, mit z.B. ´Sprutzit´ spritzen )

- verblütes bei Stauden entfernen ( fördert die Nachblüte, z.B. Rittersporn, Katzenminze )

- Staudenhalter einsetzen

- Sommerbepflanzung

- Strauchschnitt

- Einsaat von Radiesschen, Möhren, Rote Bete

- Rasen regelmäßig wässern und mähen

- Unkraut jäten, Beete hacken ( beugt dem Austrocknen des Bodens vor )

  neues Mittel gegen Giersch--->`Giersch-frei´von Bayer oder Round-up

- Pflanzen auf Pilzbefall, Schädlinge und andere Krankheiten absuchen

- Schnecken absammeln

- Ableger von Erdbeeren zum vermehren einsetzen

Pflanze des Monats

Blumenhartriegel ( Cornus kousa )

bin leider kein Fotoexperte---geb mir aber Mühe !!!

   

 Schöner eleganter, aber langsam wachsender Strauch, bis zu 8 m hoch. Blüte eigentlich unscheinbar ( gelb-grün ), aber die weißen Hochblätter sind das markante während der Blüte. Ende Mai bis Juni kann die Blühzeit sein.

Ein halbschattiger bis sonniger Standort mit einem nährstoffreichen, humosen, schwach sauren und frischen bis feuchten Boden ist das beste für den Strauch. In Trockenperioden sollte unbedingt gewässert werden.

Sehr auffallend ist auch die scharlachrote Herbstfärbung. Schneiden sollte man ihn eigentlich gar nicht. 

 

Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis )

 

 Strauch mit bis zu 3 m Höhe und seitlich bogig wachsenden Zweigen.Die Blütenfarbe ist hellrosa bis rosa und der Strauch ist, wie man sieht, sehr reichblühend. Mitte Mai bis Juni kann man diese Blütenfülle beobachten.

Ein sonniger Standort ist genau richtig. Er wächst in jedem normalen Gartenboden und sonst auch anspruchslos.

Ein Rückschnitt sollte im Juni nach der Blüte erfolgen. Auch sollte man dann alte Triebe an der Basis entfernen um dem Vergreisen vorzubeugen.

Rosen (ADR-Rosen gibt es im Shop)

 

Flammentanz

´Gärtnerfreude´,

absolut robust, blüht bis zum Winter, 50 cm hoch, reichblühend und pflegeleicht, gibt es auch im Shop

Die Königin der Blumen wird sie auch genannt. Sie ist ein Symbol der Kulturgeschichte und das Zeichen der Liebe.
Viele Märchen, Sagen und Mythen wurden und werden mit ihr ausgestaltet. Sie ist in diesem Monat und auch in den folgenden unser Gärtnerglück.
Bei richtiger Pflege bedankt sie sich mit herrlichen Düften, wahren Blütenmeeren, zauberhaften wuchsformen, wunderschönen Farben und langer Blüte.

Rosen sind laubabwerfende Sträucher. Ihre Triebe haben Stacheln und keine Dornen (von wegen---" Dornröschen " ). Alle Rosen lieben einen
mittelschweren, durchlässigen, tiefgründigen und nährstoffreichen Boden. Sie sind wahre Sonnenanbeter und sehr lichthungrig (ausser ein paar Wildrosen) .
Ihr Standort sollte luftig sein, d.h. es muss immer ein Lüftchen wehen, damit Wasser-oder Tautropfen schnell abtrocknen und um Pilzsporen keinen idealen
Lebensraum zu bieten. Staunässe vertragen sie überhaupt nicht. Da hilft nur eine Drainage.

Im Herbst ( Okt. / Nov. ) ist die beste Pflanzzeit für die Rose. Aber auch von Mitte März bis zum Mai ist es möglich. Vor der Bepflanzung sollte der Boden gut gelockert werden
und eventuell verbessern ( Rinderdung ) . Rosen werden in zwei Güteklassen angeboten. Güteklasse A und B. Klasse A muss 3 kräftige Triebe aufweisen, Klasse B nur 2.
Beim Kauf von Rosen sollte man auch auf das von deutschen Züchtern empfohlene ADR - Zeichen ( Allgemeine deutsche Rosenneuheitenprüfung ) achten.
Hier werden Rosenzüchtungen und Neuheiten auf Wiederstandsfähigkeit, Robustheit, Blühwilligkeit und krankheitsanfälligkeit geprüft. Wenn Sie eine ADR- Rose kaufen,
können Sie sich sicher sein, eine hochwertige Pflanze erworben zuhaben, an der Sie sich lange erfreuen Können.
Vor dem Pflanzen sollte wurzelnackte Ware eine Nacht lang mit den Wurzeln in ein Wasserbad getaucht werden. Ein Wurzelschnitt vor dem direkten einpflanzen ist zu empfehlen.
es gibt aber auch Containerpflanzen, die direkt vom Topf in die Erde eingesetzt werden. Die Veredlungsstelle sollte eine Handbreit unter der Erde sein.
Nach dem einsetzen ist noch einmal ordentlich zu wässern.
Typische Rosenbegleitpflanzen sind Lavendel, Rittersporn, Lilien, Schleierkraut,

 

Lavendel

 

 

Rittersporn

 

 

Salbei

 

 

Frauenmantel, Storchschnabel und Ziergräser. Es gibt unzählige Gestaltungsideen die je nach Geschmack und Rosenfarbe variieren.

 

Schneewittchen

 

 

Michka

 

 

Leonardo da Vinci

 

Rosen unterscheidet man in verschiedene Klassen, je nach Verwendung in unseren Gärten. Zu jeder einzelnen Klasse werde ich mal meine Favoriten hinzufügen, aber Geschmäcker sind ja Gott sei dank
verschieden.

Edelrosen sind die Rosen an die wir zuerst denken. Sie eignen sich für Schnitt und Vase, verzaubern uns durch ihre gefüllten, stark duftenden Einzelblüten und bestechen, in 3-5 Gruppen gepflanzt, durch ihre Ausdruckskraft.

Duftwolke ( intensiver Duft,korallenrote Blüte) Whisky (kräftiger Duft, bronzegelbe Blüte)

Kletterrosen sind Verwandlungskünstler. Mit Ihnen können Spaliere berankt werden, Mauern und Wände begrünt oder alte Obstbäume verschönert werden

Golden Showers ( gelbe Blüte, öfterblühend, starkwüchsig) Sympathie (dunkelrote Blüte, öfterblühend,robust)

Strauchrosen sind ideale Begleiter in einem Staudenbeet, verbreiten einen herrlichen Duft, sind frosthart und setzen eindeutige Akzente in einem Garten

Schneewittchen (reinweiße Blüte, starkwüchsig und dauerblühend) Romanze ( zarter Duft, rosa Blüte, robust und frosthart)

Bodendeckerrosen wachsen flach, bestechen durch Blütenreichtum und Blühdauer und verhindern starken Krautwuchs.

Palmengarten Frankfurt (öfterblühend, starker Duft, dunkelrosa Blüte) The Fairy

( Klassiker,hellrosa Blüte, reichblühend, sehr robust)

Beetrosen oder Polyantha - Rosen sind gekennzeichnet von Blütenbüscheln und einem Reichtum an Farben. Sie eigenen sich besonders für das klassische Rosenbeet.

Sommerwind ( rosa reichblühend bis zum Frost, breitbuschig ) Sunflare ( zitronengelb, stark duftend )

Wildrosen eignen sich für Blühhecken, Vogelschutzhecken und zum trocknen für die kreativen Bastler unter uns Gärtnern.

Rosa canina ( anspruchslos,rosa Blüte, herrlicher Duft, schöne Hagebutten) Rosa rubiginosa ( stark duftend, hellrosa Blüte, nicht zu hoch wachsen)

Wichtig ist, während des Sommers ständig alles verblühte herauszuschneiden um die erneute Blütenbildung zu fördern.
Auch Wildtriebe die aus der Unterlage wachsen, sollten immer entfernt werden.
Neben dem ständigen ( alte Blüten) ausschneiden, sollte man Rosen fachgerecht zur Forsythienblüte zurückschneiden.

Häufige Rosenkrankheiten bei schlechten Standortbedingungen und bei extremen Wetterbedingungen sind Echter und falscher Mehltau, Sternrußtau, Rosenrost und
Rindenfleckenbrand. Auch Schädlinge wie Blättläuse, Spinnmilbe, Rosenblattrollwespe und Minierfliege fallen gerne über die Rosen her. Wenn ihr nicht mehr weiter wißt,
dann fragt mich doch.

 Für unsere Gemüsegärtner    

Tomaten werden oft von der Krautfäule befallen. Es ist eine Pilzkrankheit. An den Blättern sind große , graugrün, später dann braun werdende Flecken zu beobachten. Später werden dann auch die Früchte befallen.
Zur vorbeugenden Behandlung setzt man Fungizide ein. Besonders anfällig sind Tomaten wenn diese ungeschützt stehen. Deshalb sollte man den Tomatenpflanzen einen Unterstand bauen, der aber trotzdem
luftdurchlässig und zugig ist. Ausserdem die Pflanzen immer unten wässern. Jetzt müssen auch die Seitentriebe ausgebrochen werden. Man spricht vom Ausgeizen. Hier wird das wachsen von einfachen Seitentrieben
ohne guten Fruchtbewuchs unterbunden.

Rosenkohl kann jetzt eingepflanzt werden. Er gehört zu den Starkzehrern und benötigt einen nährstoffreichen, lehmigen Boden und einen Sonnigen standort.
Er hat eine lange Entwicklungszeit und deshalb werden Fehler beim Anbau erst spät bemerkt.
Wichtig ist der Pflanzabstand. Er sollte mind. 40 cm und max. 60 cm sein. Zu eng gepflanzt ist die Ursache für schwachen Wuchs. Tief gepflanzt und gut angegossen ist schon die halbe Miete.
Häufiges Hacken fördert dann die Wurzelbildung und somit die Standfestigkeit bei gutem Röschenbesatz. Auch im Herbst, wenn sich die Röschen bilden, muss immer gut gewässert werden.

Erbsen und Bohnen werden nach dem Auflaufen immer wieder angehäufelt. Das erhöht die Standfestigkeit und Wurzelbildung. Bei Erbsen stellt man auch ein Drahtgeflecht aus Maschendraht oder Kaninchendraht auf,
wo die Pflanzen Halt finden und emporranken können.

Zwischen die Erdbeerpflanzen kann man Stroh oder Rindenmulch bringen, damit die Früchte nicht auf dem blanken Boden liegen und der Grauschimmel über sie herfällt.

Gemüse und Salat zusammen:

  • Salate mit Kohlrabi Möhren Zwiebel Radiesschen
  • Tomaten mit Sellerie Knoblauch Petersilie Poree
  • Rosenkohl mit Sellerie und Lauch
  • Zwiebeln mit rote Beete Möhren und Dill
  • Möhren mit Salat Erbsen Knoblauch
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Pflanzenschutz

 

Buchtenfraß

 Frassschäden Rhododendronblätter

 

Der Dickmaulrüßler ist ein Käfer der sich tagsüber im Boden versteckt und nachts aktiv wird. Er klettert auf die Blätter und schädigt sie durch den so genannten Buchtenfrass.
Dies sollte ein Warnzeichen sein.
Denn vor allem die im Boden lebenden Larven richten durch ihren Frass an den Wurzeln und Wurzelhälsen einen großen Schaden an, dass bei starkem Befall zum Absterben der Pflanze führen kann.
Eine chemische Bekämpfung ist schwierig, weil unter anderem auch Nützlinge in Mitleidenschaft gezogen werden und die Mittel ständig zugelassen und wieder verboten werden. ( Im Fachhandel erkundigen )

Es gibt aber schon Nematoden die den Larven im Boden den Kampf ansagen. Diese kann man im Fachhandel bestellen. Ansonsten erwischt man die Käfer am besten nachts. ( eisammeln und abtöten )
Dazu geht mal unter die Rubrik ...frag mich doch!! auf meiner Homepage und klickt Euch zu meinen Partnern durch, die zu diesem Thema schon einen Kommentar abgegeben haben.

Im Juni und Juli treibt die Rhododendron- Zikade ihr Unwesen. Sie überträgt einen Schadpilz, der die Knospen schädigt und sie braun werden lässt. Hängen Sie beleimte Gelbtafeln in die Pflanzenkrone
und spritzen sie mit Spruzit, Schädlingsfrei NEEM o.ä. .

Bei lang anhaltender Trockenheit müssen wir auch Rhododendren bewässern, da Regen durch das dichte Blattwerk nach aussen abgeleitet wird.


Engerlinge, Raupen und Larven im Rasen   

 

War Ihre Grasnarbe im letzten Jahr auch mit braunen und kahlen Stellen verziehrt und ließ sich der Rasen regelrecht abheben ? Dann könnte neben den Raupen der Wiesenschnacke oder den Larven von Juni- und Maikäfer auch der Gartenlaubkäfer große Schuld daran haben.

Ab Mai bis Juni fliegt der Gartenlaubkäfer durch unsere Gärten und frisst an Blättern und Blüten einiger Zierpflanzen ( Rosen, Pfingstrosen usw. ). Die Eier werden in die Grasnarbe gelegt und nach 3-4 Wochen schlüpfen die Engerlinge und ernähren sich dann von den Rasenwurzeln. Erste Anzeichen sind im August zu beobachten. Es erscheinen gelbe Flecken und der Rasen sirbt flächenweise ab. Wenn man das abgestorbene Rasenstück abhebt, sind darunter die Engerlinge zu sehen. Auch Scharen von Vögeln die plötzlich wie wild auf dem Rasen herumpicken sind ein Anzeichen für den Befall.

Die chemische Bekämpfung des Käfers ist wenig sinnvoll, weil kein geeignetes Mittel zugelassen ist. Am besten lassen sich die Larven oder Engerlinge mit Bodennematoden bekämpfen, die man im Fachmarkt bestellen kann.