NOVEMBER

 

Wie der November, so der März

Ist der November kalt und klar, wird trüb und mild der Januar

Sitzt im November fest das Laub, so wird der Winter hart, das glaub !

Wetter nach dem hundertjährigen Kalender:  der November fängt schön an und geht auch bis zum Ende so weiter, nur ab und zu leichter Regen. Also warm und regnerisch!

Pflanze des Monats----> Buchsbaum ( Buxus sempervirens )

 

 

 

Schlossgärten, Bauerngärten, Klöster, Kleingarten usw., überall treffen wir auf Buchsbäume. Ob als Wegeinfassung, Kübelpflanze, Einzelstellung, größere Hecke, Formgehölz, seine Möglichkeiten sich in einem Garten einzufügen sind scheinbar unendlich.
Denn seine Standortansprüche sind nicht sehr hoch.
Sonne bis Schatten ( lockerer Wuchs ) wird gut vertragen. Winterhart und pflegeleicht sind weitere Vorteile. Normale, durchlässige, frische Böden werden bevorzugt. Aber auch auf sandigen Böden kommt er bei regelmäßigen wässern gut zurecht.
Alle Pflanzenteile, besonders aber die Blätter, sind giftig. Achten Sie deshalb auf Kleinkinder. Buchsbaum ist immergrün, wächst dichtbuschig und hat gelbgrüne unscheinbare Blüten.
Für die Beeteinfassung wird meistens Buxus sempervirens" suffruticosa " verwendet. Die Sorte wird nur 40-60 cm hoch, wächst kompakt und buschig aufrecht.
Buxus ist Schneedruckgefährdet und man sollte größere Schneemassen abschütteln. Obwohl es sehr schön ausieht. Die beste Schnittzeit ist von Juni- August.
Mit Schablonen oder durch ein eingewachsenes Drahtgeflecht aus Kaninchendraht, erreicht man die schönsten Formen und Figuren.

Spätere Schnitte gefährden die Frosthärte und es kann zu braunfärbungen und zum Absterben der Triebe kommen. Jetzt bei frostfreiem Wetter können wir noch Buchsbäume pflanzen, aber auch im Frühjahr kann man ihn einsetzen. Vermehrt wird er durch Stecklinge und Absenker. Da er immergrün ist und auch im Winter Wasser verdunstet, sollte er auch in den Wintermonaten gewässert werden.
Wenn die Spitzen braun werden, deutet es auf Trockenheit. Der Buchsbaumfloh sorgt für löffelartige Blättchen ( merkt man wenn bei Berührung kleine Tierchen aufspringen) und ganz braune Zweige weisen auf den Buchsbaumkrebs hin.

Das sogenannte ´Buchsbaumsterben´wird durch einen Pilz verursacht und befällt hauptsächlich die Sorte Buxus sempervirens ´Suffruticosa´. Bei Befall muss stark zurück geschnitten werden und alle Blätter, auch die am Boden liegen, entfernt werden.
Weitere Schädlinge sind Buchsbaumgallmücke und die Gemeine Kommaschildlaus.

Wühlmäuse

Gerade jetzt ist die Wühlmausbekämpfung besonders wichtig, denn auf den abgeernteten Beeten kann man gut die Gänge ausfindig machen.
Sie werfen Hügel auf, die flacher und unordentlicher aussehen als die des Maulwurfs. Wühlmäuse gehören zu den Nagetieren und fressen an Wurzeln, Knollen und Zwiebeln.
Am meisten bereitet uns die große Wühlmaus ( Schermaus ) Probleme. Ihre Gänge liegen dicht unter der Erdoberfläche, die im Querschnitt hochoval aussehen ( ähnlich einem Ei ). Die Erde über den Gängen ist aufgebrochen und sieht aus wie eine Erdschlange.
Wenn Pflanzen ganz plötzlich absterben und diese sich leicht aus der Erde ziehen lassen, dann kann das ein Zeichen für Wühlmäuse sein.
Auch vor größeren Gehölzen, Obstbäumen, Rasenflächen oder vor Gemüse machen Wühlmäuse keinen Halt.Neben den typischen Gängen kann man auch viele kleine Löcher, z.B. in Rasenflächen, erkennen.
Die Bekämpfung oder Vertreibung der Schädlinge kann man einerseits mit einfachen Pflanzen erreichen oder man greift zu wohl härteren Methoden. Mit der Kaiserkrone und dem kreuzblättrigen Wolfsmilch kann man Erfolge erzielen. Weitere ungeliebte Pflanzen für Wühlmäuse sind Hundszunge und Knoblauch. Auch Benzingetränkte Lappen in die Gänge legen, Mottenkugeln, Menschen-und Katzenhaare oder Krach vertreibt die Nager. Wühlmausfallen sollte man nie mit ungeschützten Händen anfassen, da Wühlmäuse den Geruch des Menschen wahrnehmen und die Fallen dann meiden.
Unter der Rubrik ...frag mich doch !!! habe ich noch mehr Tipps zur Bekämpfung. Einfach unter Volltextsuche- Wühlmaus-, oder - Maulwurf- eingeben und schon erscheinen die Tipps.

Kübelpflanzen

 

Fuchsie

Jasmin

 

Vor dem ersten Frost sollten viele Kübelpflanzen eigentlich ins Winterquartier. Also spätestens jetzt ist es soweit.
Bevor die Pflanzen in ihr Winterquartier kommen, sollten diese auf Schädlinge kontrollierte werden. Einige sind sehr klein und man solte schon sehr genau hinschauen.
Hier ein paar Beispiele.:

-Wolläuse an Oleander
-Spinnnmilben an Schönmalven
-Junikäfer- Engerlinge an Fuchsienwurzeln
-Schnecken


Kühle, aber frostfreie, Wintergärten oder Gewächshäuser sind ideal. Gewässert wird sehr wenig. Ab und zu wird gelüftet.
Die meisten Kübelpflanzen überwintern in einem hellen Raum bei 5-10 °C.

Grundsätzlich gilt: laubabwerfende Kübelpflanzen sind sehr anspruchslos und können in einem dunklen Kellerraum  kühl und trocken stehen, aber nicht austrocknen lassen;  immmergrüne Kübelpflanzen nicht zu dunkel und etwas wärmer und feuchter überwintern

 

Wassermangel bei Immergrünen

Ilex, Kirschlorbeer, Buchsbaum oder Lebensbaum verdunsten auch im Winter Wasser über die Blätter. Denn durch den gefrorenen Boden können die Wurzeln kein Wasser aufnehmen und die Pflanzen drohen zu vertrocknen. Deshalb sollten immergrüne Gehölze an frostfreien Tagen durchdringend gewässert werden.

...was noch zu tun wäre

-letzte Möhren ernten
-Rote Beete, Rettich und Sellerie ernten
-Obstgehölze und Rosen pflanzen
-Laub- und Nadelgehölze pflanzen
-Kresse im Topf für die Küche aussäen
-Schnittlauchstaude aus dem Beet nehmen und in einem Topf für die Küche wieder einsetzen
-Gartengeräte reinigen und einfetten
-Fallobst und Fruchtmumien entfernen und in den Müll entsorgen

-Terrassenplatten, Garagenauffahrten o.ä. mit Reinigungsgeräten reinigen

Winterschutz

Um Frost- und Schneeschäden bei Gehölzen und Stauden so gering wie möglich zu halten, sollte man rechtzeitig über Schutzmaßnahmen nachdenken.
Schneeschäden oder Schneebruch tritt häufig bei Immergrünen Gehölzen wie Eibe, Wacholder, Rhododendron, usw.auf. Hier reicht es schon wenn man die Pflanzen mit einem Kokosstrick oder Draht vorsichtig zusammen zu binden. Dabei sollten Triebe und Zweige nicht geknickt, gequetscht oder anderweitig verletzt werden.
Gräser, z. B. Pampasgras, schnürt man oberhalb zusammen, so daß es wie ein Zelt aussieht. Stauden, die wir in unseren Gärtnereien zu kaufen bekommen, benötigen keinen speziellen Winterschutz. Sie mit einer leichten Mulchschicht anzuhäufeln schadet aber nicht.
Die Materialien für den Winterschutz liefert teilweise schon unserer eigener Garten. Trockenes Laub, Fichten oder Nadelreisig sind ideal und kostenlos.Das Laub ist ein gutes Isoliermaterial, sollte aber nicht von kranken Gehölzen stammen, da hier z.B. Pilzsporen überwintern können. Zweige von Nadelbäumen oder Tannenreisig ist wohl das am meisten verwendete nätürliche Winterschutzmaterial. Man kann sie wie ein Zelt um die zu schützende Pflanze aufstellen oder einfach darauf legen. Sie bieten einen Schutz vor Kälte, aber lassen auch bei feuchtkalter Witterung die Luft zirkulieren.
Bei Rosen sind es besonders die Edelrosen, Beetrosen, Strauchrosen, Hochstammrosen und Kletterrosen die einen Winterschutz benötigen.
Hier sollte immer besonders die Veredlungstelle geschützt werden. Dabei häufelt man die Rose mit Kompost, Rindenmulch oder lockerer Erde an.
Dann steckt man locker Nadelholzreisig um die Rose herum oder stellt es dran. Hochstammrosen werden ebenfalls angehäufelt und zusätzlich wird in der Krone locker Stroh oder Nadelholzreisig eingefügt und mit einem Leinentuch oder Winterflies umhüllt, welches unter der Veredlungsstelle, die sich am Kronenansatz befindet, zusammengebunden.

Andere Winterschutzmaßnahmen sind der so genannte Kalk- oder Weißanstrich an Gehölzen oder Obstbäumen ( verhindert Frostrisse durch grosse Temperaturunterschiede ), wässern bei Immergrünen, oder abschütteln von Schnee auf Ästen und Zweigen.
Auch Rasen, der im Winter noch regelmäßig benutzt wird, sollte geschützt werden, denn gefrorenen Rasen sollte man nicht betreten. Im Frühjahr sieht man ansonsten braune Stellen.
Ich persönlich benutze immer sogenannte Rasengitterplatten aus Kunststoff. Einfach umgedreht auf den Rasen legen. So kann man einen Weg für den Winter sich bauen. Der Rasen bekommt weiterhin Licht und die wirklich kleinen Abdruckstellen sind im Frühjahr ruckzuck wieder zusammen gewachsen.

                                                                                                               

...wenn die Korkenzieherhasel zu groß wird!!                                   .......Gräser kann man auch schon im November tief zurückschneiden!!!

 

Was blüht im November?

    

Viburnum bodnantense´ Dawn´-           Winter-Schneeball

Nachbarschaftsrecht

Herbst- und Winterzeit ist auch die Zeit für Laubfall, Gehölz-und Baumschnitt, Räum- und Streupflicht, usw..
Doch wie ist das nun mit dem Laub, mit ´rüberhängenden´ Zweigen, mit Grenzabständen oder mit dem Obst das vom Nachbarn auf mein Grundstück gefallen ist?
Das sind Fragen bei denen man sich schon genau auskennen sollte bevor man zur Tat schreitet. Grundsätzlich ist es so, dass jedes Bundesland das Nachbarschaftsrecht gesetzlich geregelt hat.
Die Gemeinden können nätürlich auch selbst noch festlegen, wie das mit Brenntagen ist oder Ruhezeiten.
Bevor man etwas falsches macht, erst mal genau erkundigen. Denn es gibt Gerichtsurteile, bei denen dem Geschädigten Schadensersatz zugesprochen wurde, weil zu viel Laub auf sein Grundstück gefallen ist.

Hier mal ein paar unverbindliche Tipps vom Gartenexperten:

-Obst gehört dem Eigentümer des Baumes. Fallobst von diesem Baum gehört dem Nachbarn, wenn es auf seinem Grundstück liegt.


-Streu- und Räumpflicht besteht in der Regel von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Der Eigentümer des Grundstücks ist dafür zuständig.


-Komposthaufen sollten weit von der Grundstücksgrenze entfernt sein, ansonsten kann der Nachbar bei starker Geruchsbelästigung eine Verlagerung verlangen. Durch Zugabe von Kalkstickstoff wird der biologische Rotteprozess gefördert und gleichzeitig Fäulnisprozesse unterdrückt, sowie Schadpilze und tierische Schädlinge  abgetötet.


-Ruhezeiten für Maschinenarbeiten ( Rasen mähen, Sträucher häckseln, Laub saugen, usw. ) müssen unbedingt eingehalten werden. Die Städte und Gemeinden geben Auskunft über genaue Ruhezeiten.


-überhängende Zweige vom Nachbarn auf das eigene Grundstück können eigenhändig entfernt werden, wenn man dem Nachbarn dies gesagt hat und ihm vorher eine Frist gegeben hat die Zweige selbst zu entfernen.


-Grenzabstände für Hecken, Sträucher und Bäume sind unbedingt einzuhalten.( z.B. in Niedersachsen müssen Bäume die bis zu 15 m hochwerden mindestens 3 m von der Grenze entfernt sein ).

-für herabfallendes Laub auf Gehwegen ist der Hauseigentümer zuständig. Rutscht eine Person auf dem Laub aus, kann der Eigentümer haftbar gemacht werden.

Hier könnte es Probleme geben!

Also wichtig ist, erstmal sich genau zu erkundigen. Diese Tipps sind von mir und ich kann micht hundertprozentig sagen ob diese noch aktuell sind, denn wir leben ja in einr Zeit in der sich von heut auf morgen
alles ändert. Deshalb bei den Gemeinden oder beim Anwalt auch noch mal fragen.