ID #1537

Ich habe folgedes Problem. Ich habe einen sehr großen Eibenbestand beim Hauskauf übernommen (vor 4 Jahren). Die sind ca. 8 Meter hoch. Die ca. 15 Bäume wachsen seit mehr als 30 Jahren auf diesem Grundstück. Der Nachbar hat von seiner Seite immer an den Bäumen jährlich Radikalschnitte vorgenommen, weil er keinerlei Bewuchs oder Überhang auf sein Grundstück duldet. Der Stand ist, dass die Eiben auf seiner zugewandten Seite bis in die Gesamthöhe komplett ohne seitliche Beästung ist und wir die Äste momentan auf ca. 7 Meter ins Grundstück ragen haben. Ich möchte gerne wissen, ob durch dieses einseitige Schnittverhalten die Bäume noch gesund sein können. Weiterhin wünscht er zudem noch eine Kappung und einen Rückschnitt auf mds. 4,5 Meter. Wir denken, dass dies in jedem Falle den Bäumen schaden würde. Da wir diese Bäume in jedem Fall als Baumbestand erhalten wollen, hätten wir gerne gewusst, was ein Fachmann dazu sagt. Vielleicht kann uns hier jemand Auskunft geben. Ist dies im Sinne der Bäume überhaupt vertretbar. Vielen Dank!

Moin moin,

also zuerst mal, die Eiben werden durch diese einseitige Schnittmassnahme weder im Wachstum gestört, sie können nicht absterben oder dadurch ( normalerweise) krank werden!

Die Eibe  hat ein sehr hohes Ausschlagsvermögen, das heißt auch radikale Rückschnitte, sogar bis fast auf´s Erdreich ( Stockausschlagsfähig )  können sie nicht zum absterben bringen! Also, Deinen Eiben geht es noch hervorragend.

Problematisch wird es für Dich, wenn der Nachbar Dir nachweisen kann, dass durch die Eibe, bzw. z.B. die Wurzeln der Eibe seine Regenwasserrohrleitungen dicht sind oder bei ihm im Rasen die Wurzeln nach oben kommen und die Grasnabe unansehnlich machen oder er nicht mehr mähen kann auf seinem Rasen usw. .

Ich würde mich schon auf diesen Kompromiss einlassen, um des Friedens willen... auf Dauer ! Du hast immer noch Sichtschutz, den Eiben stört dies nicht und es ist besser als wenn du sie vielleicht nach einem Gerichtsurteil abnehmen musst.

Bei weiteren Fragen .....

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